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50 Reasons for Knitting – 50 Gründe zum Stricken

It was this summer when I went to a lunchtime organ recital. My husband is an organist, so I naturally get dragged along, but overall I do enjoy it myself. Most organ recitals, especially the lunchtime ones in the city of York are free to go in with a retiring collection afterwards to give the player a little bit of a decent fee. They are nice regular occurrences, especially in the summer when the city can get quite busy with visitors and tourists or the weather is particularly hot because churches are generally beautifully cool and soothingly tranquil.

In diesem Sommer bin ich zu einem Mittagskonzert mit Orgelmusik gegangen. Mein Mann ist selbst Organist und da komme ich meistens im Schlepptau dann mit, aber natürlich macht es mir auch Spaß. Die meisten Orgelkonzerte in York, besonders die in der Mittagszeit, sind kostenlos mit einer Spende am Ende, so dass dem Organist eine entsprechende Anerkennung zugesprochen werden kann. Diese Konzerte sind sehr regelmäßig, meistens zweimal die Woche, und tun besonders im Sommer gut, wenn die Innenstadt mit Besuchern und Touristen sehr wuselig wird, oder als es im Sommer so heiß war, denn Kirchen sind meistens wunderbar kühl und Ruhepunkte für die Seele.

I usually take some knitting with me to these concerts. It stops my hands getting restless and I love the interplay of repetitive motion, patterns, colours and music. Often it is small, portable projects such as socks, scarves and hats which are most suitable to be stowed discreetly in a handbag and discreetly knitted while others close their eyes and soak in the music played. Of course, I use bamboo needles to avoid any unnecessary clicking noises which could distract or annoy other music lovers around me; same as avoiding plastic bags which could rustle and drive others to distraction in the manner of someone taking a very long time to unwrap a boiled sweet in cellophane whilst coughing their hearts out.

Zu diesen Konzerten nehme ich oft meine Stricksachen. Es bewahrt meine Hände davor, unruhig zu werden und ich Liebe das Zwischenspiel von sich wiederholenden Bewegungen, Mustern, Farben und Musik. Meistens sind es kleine, tragbare Projekte wie Socken, Schals und Mützen, die sich besonders gut in eine Handtasche verstauen lassen und diskret im Konzert gestrickt werden können, während andere Zuhörer ihre Augen schließen und die Musik auf sich wirken lassen. Na klar, ich stricke dann mit Bambusnadeln, damit keine Klickgeräusche die Anderen stören, genauso wie Plastiktüten, die einen in den Wahnsinn treiben können, so wie wenn jemand ganz langsam ein in Zellophan verpacktes Lutschbonbon auspackt, während er seine Seele aus dem Leib hustet.

It was on one of these occasions when I was about to finish a sock towards the end of a concert. My seat neighbour, very benevolently commented on my knitting recalling that his own grandmother always knitted but that he, as a child, unfortunately didn’t appreciate her efforts enough which he regretted later in life after his grandmother had sadly passed away. He enquired if knitting was popular amongst the younger generation.

Es was an einem dieser Konzerte, als ich kurz vor dem Abschluss eines Konzertes die Socke fertigstellte. Mein Sitznachbar kommentierte meine Aktivitäten wohlwollend und er erinnerte sich, wie seine Großmutter immer gestrickt hat, nur dass er als Kind das noch nicht so zu schätzen wusste. Er fragte mich, ob bei jungen Leuten wie mir Stricken wieder modern sei.

Well, first of all, I thanked him for counting me amongst the younger generation (!!! 😊 !!!). Once one has passed a certain age mark, it’s great to be considered still “young”. We chatted very pleasantly for a while and he was astonished to hear about the world-wide appeal of knitting and how the internet can bring like-minded people together, how one can publish one’s own knitting patterns online and even make friends on such excellent sites such as Ravelry.com. He was very interested in all that, if perhaps also a bit bemused as he had not yet really interacted with the online world. At the same time, there was something which he was itching to ask and yet (wonderfully British) careful to phrase. It boiled down to: If clothes are so readily available, cheap and the choice  with world-wide online shopping as good as endless, why spend a lot of time and effort and knit oneself still?

Also, zu allererst dankte ich ihm dafür, dass er mich zu den “jungen Leuten” zählt (!!! 😊 !!!). Wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, dann ist es schön, wenn man noch als “jung” bezeichnet wird. Wir haben dann noch nett geplaudert und er war sehr erstaunt über die weltweite Strickgemeinschaft und wie das Internet Leute näher zusammen bringt, wie man im Internet seine eigenen Anleitungen selbst veröffentlichen kann und Freunde auf Seiten wie Ravelry.com findet. Das hat ihn alles sehr interessiert, aber es war ihm auch etwas befremdlich, weil er selbst nicht so recht im Internet ist. Gleichzeitig konnte ich aber auch sehen, dass ihm eine Frage auf der Seele lag und er hat auf eine sehr britische Weise ganz vorsichtig gefragt: Wenn Kleidung heutzutage doch so billig und vielfältig ist, warum so viel Zeit und Arbeit in Stricken investieren?

Well, either there is a very short or a very long answer to this question. Short: Knitting is just great. Long: There are probably 50 or 100 reasons why people still do it.

Entweder ist die Antwort ganz kurz oder sehr lang. Kurz: Stricken macht einfach Spaß. Lang: Man kann bestimmt 50 oder sogar 100 Gründe finden, warum es immer beliebt ist.

When I got home I really had to think about it. What is it about knitting that I like so much? Why is it so hard to put it down once started? Why is it so soothing, addictive, refreshing, exciting, challenging, and, and, and… I started to make a list thinking that I would probably be able to come up with 10 or so reasons. In the end my list was over 50 reasons long. And today’s reason for knitting isn’t even on that! So, as Knitting really is a passion for me, I would like to share some of my reasons and experiences about knitting and perhaps it will inspire you, too!

Zuhause habe ich dann darüber nachgedacht. Was ist am Stricken, das mir so Spaß macht? Warum kann ich nicht einfach sein lassen? Warum ist es so beruhigend, süchtig machend, erfrischend, aufregend, anspruchsvoll, und, und, und … Und dann habe ich eine Liste gemacht und mir gedacht, da finde ich doch bestimmt 10 Gründe. Zum Schluss war diese Liste 50 Einträge lang und der heutige Grund ist noch nicht einmal dabei! Also, Stricken ist schon eine richtige Leidenschaft für mich und ich möchte diese Geschichten gerne mit Euch teilen. Wer weiß, vielleicht kann ich somit meine Begeisterung weiterreichen!

IMG_0458Today’s reason for knitting is on the doorstep. Summer in Northern England is really over and Autumn is progressing fast; very fast. Storm Callum is sweeping over the British Isles making the skies heavy with cloud, dark and miserable ☁️☁️☁️. The clouds are racing in the sky and the wind 💨 is wet 🌧, persistent and ever-present with sharp gusts catching you off-balance or blowing your umbrella ☔️ into oblivion. No weather to be out in; not even next door’s cat would suffer it. So, at the end of a mega-busy week with no incentive to leave the house once entered, what better can one do but cuddle up with a hot cuppa of tea or hot chocolate, some nice music, audio book or DVD and your knitting? Put your feet up and lay into your stitches. I am making another quick knit jumper/ sweater in a chunky yarn in autumn colours and a leaf pattern. Just right for the season – just nicer to experience close-up than what’s going on outside!

Der heutige Grund fürs Stricken ist direkt vor der Haustür. Der Sommer in Nordengland ist jetzt endgültig vorüber und der Herbst schreitet in großen Schritten voran; in sehr großen Schritten. Sturm Callum bläst über die britischen Inseln und macht den Himmel schwer mit dunklen Wolken ☁️☁️☁️. Die Wolken rasen mit Höchstgeschwindigkeit den Himmel entlang und der Wind 💨 ist nass 🌨, hartnäckig und immer da, mit scharfen Böen, um einen mal schnell aus der Balance zu blasen oder den Regenschirm ☔️ ins Jenseits zu befördern. Nicht das Wetter, um nach draußen zu gehen; selbst Nachbars Katze hält’s nicht aus. Also, am Ende einer super betriebsamen Woche gibt es einfach keinen Anreiz, das Haus zu verlassen. Da kann man sich nur warm einpacken und ab aufs Sofa mit einer Tasse heißen Tees und etwas schöner Musik, einem Hörspiel oder DVD und dem Strickzeug! Beine hoch und sich in die Maschen legen. Ich mache gerade einen weiteren Flinken Strick – einen Pullover in dickem Garn in Herbstfarben und einen Blattmuster. Genau richtig für die Saison – und viel angenehmer als das, was draußen vor sich geht!

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